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operare 07 - Preisträger : Silke Andrea Schuemmer |
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Premiere: Kesselhaus, Kulturbrauerei Berlin nach einer Erzählung von |
Rapunzelmonolog. Zeitgenössisches Musiktheater Am 29.02.2008 kommt das zeitgenössische Musiktheater Rapunzelmonolog im Kesselhaus zur Uraufführung, das die psychische Störung Trichophagie thematisiert. Trichophagie-Patienten reißen sich die Haare aus und verschlucken sie, was tödlich sein kann. Das Werk basiert auf der Erzählung Rapunzel von Silke Andrea Schuemmer. "Mich hat diese Überblendung von Außen und Innen interessiert. Die Betroffenen verzehren sich selbst, ihren eigenen Körper, sie fressen sich im Grunde selbst auf. Im Körper bildet sich eine Art Strick aus den unverdauten Haaren, was tödlich sein kann. Sie drehen sich quasi ihren eigenen Strick, aber nicht um sich daran aufzuhängen, sondern dieser Strick ist im Körper selbst. Dazu kommen noch diese kulturellen Hintergründe, die Mythen um das Thema Haare, das Märchen Rapunzel. Ich habe dann über ein halbes Jahr an einer Perspektive gesucht, denn ich wollte keine Krankheitsgeschichte schreiben, ich wollte kein ewiges Lamentieren. Letztendlich habe ich mich dann für einen inneren Monolog entschieden, der aus einzelnen Szenen besteht", so Schuemmer über die Entstehung der Erzählung. "Ich gehe sehr intuitiv vor, ich spiele das Stück in meinem Kopf durch. Ich komponiere die Musik nicht direkt am Text entlang, denn sie ist nicht einfach nur Hintergrund und Stimmungsbild, sondern ein Teil der Handlung, ein Kommentar. Sie greift in den Text hinein. Die Musiker müssen dabei immer Kontakt mit der Schauspielerin haben, mit ihr reden. Die Schauspielerin kommentiert auch die Musik.
Koproduktion der Rapunzel GbR, der Zeitgenössischen Oper Berlin, der consense GmbH und der Literaturwerkstatt Berlin. Pressekontakt: |
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© 2008 KADMOS Produktion |